
Cornelia Dreyer
„Hochwetterfeste Pulverlacke im Architekturbereich“
An Beschichtungsmaterialien im Architekturbereich werden vielfältige Anforderungen gestellt, die stetig weiterentwickelt werden. So wird heute erwartet, dass die Materialien vor Korrosion schützen, eine hervorragende Farbtonstabilität und Glanzhaltung aufweisen und darüber hinaus eine gute Reinigungsfähigkeit gewährleisten, um so eine lange Lebensdauer zu garantieren. Die hinreichend bekannten Standardfassadenqualitäten auf Basis von Polyester erfüllen dieses breite Anforderungsprofil nur bedingt. So sind heute drei verschiedene Qualitäten: Standard, Master und Premium eingeführt, die sich im Wesentlichen durch Unterschiede bezüglich der Wetterbeständigkeit und Korrosionsbeständigkeit definieren. Neben den mechanischen Eigenschaften werden durch Kurzbewitterungen und eine Florida- Freibewitterung die dekorativen Eigenschaften kontrolliert. Die Ergebnisse der ersten Beschichtungsmaterialien, die bei der GSB als Premium- bzw. Masterqualität eingereicht wurden, liegen nun vor und wurden umfassend ausgewertet.
Klaus Layer Prof. Dr. hc.,
Akademieleiter Gew. Akademie für Glas-, Fenster- u. Fassadentechnik
"Thermografie & Blower-Door Test"
Wo geht nun in der Fenster-, Fassaden-, Türen- und Wintergartentechnologie die Entwicklung hin? Themen wie Umweltschutz, niedriger Energieverbrauch, welcher sämtliche Ressourcen schont, begleiten das Immobilien– und Baugewerbe seit den Siebziger-Jahren. Mit dem Klimawandel, den steigenden Energie- und Rohstoffpreisen stieg in den vergangenen Jahren der Druck, die Umwelteinflüsse des Bauens so gering wie möglich zu halten. Das neue Zauberwort entstand – ENERGIEEFFIZIENTES BAUEN. Die Nachhaltigkeit geht im Bauwesen weit über die Energieeffizienz hinaus, ökonomische und ökologische Auswirkungen prägen die Nutzer, Investoren und Fenster- und Fassadenbauer gleichermaßen. Erfahrungen zeigen, dass Gebäude, die unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien gebaut wurden, Vorteile gegenüber konventionellen Gebäuden aufweisen, auch wenn sich die Errichtungskosten erhöhen werden.
Anforderungen an moderne Fensterkonstruktionen und Sonnenschutz
Schönreden und Gesundrechnen vorhandener Profilkonstruktionen bringen nur eine kurzfristige Verschnaufpause im EnEV – Olympiawettbewerb. Was machen wir mit unseren Profil- und Fensterkonstruktionen in Zukunft?
Es bedarf einer schamlosen Aufklärung im Bereich neuer Konstruktionen, was nützt uns Profil, dass gerade so hingerechnet, einen geforderten U-Wert (vielleicht anders ausgedrückt, den angegebenen Wert der verloren gehenden Wärme in einer bestimmten Zeit usw.) erreicht. Was machen wir in drei – vier Jahren oder anders gesagt, was sagen wir unseren Kunden bei feuchten Fensterfälzen oder Schimmel befallenen Anschlusssituationen? Ganz einfach, es kommt ein Sachverständiger und sagt der RSI ist nicht in Ordnung – was nun? Es ist noch keine U-Wert –Stellschraube am Fenster erfunden worden? In vielen Veranstaltungen sehen wir nur, wie wir es nicht machen sollen, oder? Vielleicht müssen wir lernen umzudenken? Qualität zahlt sich für alle aus!
Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Lowalt
Geschäftsführer des Modulherstellers solar nova:
"Zukunft der Photovoltaik"
Hans-Jürgen Lowalt ist ein "Photovoltaik Ur-Gestein". Er begleitet diesen Bereich der regenerativen Energien seit beinahe 40 Jahren.
1996 bis 2000 Auch die Zukunft hat eine Vergangenheit. Zu diesem Zeitpunkt war die Bevölkerung für die Solarenergie schon beachtlich positiver eingestimmt als die Politiker. 1998 bringt der Regierungswechsel die entscheidende Wende.
2000 bis 2010 Der Umschwung kommt am 1. April 2000 mit dem „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG). Nur der auftretende Siliziummangel und die Kapazitäten der Hersteller begrenzen das Marktwachstum.
2010 bis 2030 Netzparität wird angestrebt. Die Energiekosten aus Photovoltaikanlagen entsprechen den Bezugskosten aus der Steckdose. Prognosen gehen davon aus, dass die Umstellung auf 100% regenerative Energien nur halb so teuer ausfallen wird, wie die im selben Zeitraum benötigten Energiekosten aus Kernenergie und fossilen Brennstoffen.
Dipl.-Ing. (FH) Eberhard Achenbach:
Gutachter für Fenster, Fassaden und Glas (ö.b.u.v.SV)
"Zukunft der Photovoltaik"
"CE-Kennzeichnung & EnEV 2009" In dem Vortrag CE-Kennzeichnung wird anschaulich dargelegt, wie sich diese in den letzten Jahren aus der europäischen Sicht entwickelte und welche Bedeutung diese Regelung für den nationalen Markt bekommen hat. Für den Fenster- und Fassadenhersteller sind ab dem 1.2.2010 diese Vorgaben verbindlich eingeführt worden. Der Referent geht in seinen Ausführungen auf die Umsetzbarkeit, die rechtliche Bedeutung sowie die Ausschreibepraxis ein. Auch werden die Konsequenzen bei der Nichtbeachtung aufgeführt. Die Nachweise für die wesentlichen Anforderungen werden praxisnah erläutert und die Teilnehmer haben die Möglichkeit Fragen zu stellen. In dem Referat EnEV 2009 werden die wesentlichen Vorgaben auch unter Einbeziehung der DIN 4108 anschaulich erläutert. Aus seiner Gutachtertätigkeit zeigt der Referent anschaulich auf, welche Fallstricke gelegt werden können, wenn die EnEV nicht beachtet wird. Praxisbeispiele sollen mithelfen, die nicht leicht verständliche EnEV in die Praxis umzusetzen.
Mag. Christian Hehenberger:
Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter der Institut für Marketing und Trendanalysen® GmbH
"Wir gehen von 2010 bis 2020 in das wertvollste Jahrzehnt seit 1945!"
Nach der Finanzmarktkrise, die von den US-Investmentbankern an der Wallstreet in einem wirtschaftskriminellen Akt der Superlative im Jahr 2008/2009 verursacht wurde und damit nicht nur die europäische, sondern die gesamte Weltwirtschaft massiv beeinträchtigt hat, kehrt nunmehr im Jahr 2010 die Normalität in unserer Ökonomie mehrheitlich wieder zurück. Tatsache ist, dass von 2010 bis 2020 die EU, aber insbesondere die BRIC-Staaten einen nachhaltigen und substanziellen Wachstumspfad beschreiten werden. Anders die USA, die um 2012 in eine Rezession bestenfalls in eine Stagnation abrutschen werden. Fakt ist auch, dass im zweiten Jahrzehnt des dritten Jahrtausends bahnbrechende Innovationen, die insbesondere in Europa entwickelt und produziert werden, die Menschen begeistern werden. Hinzu kommt der Tourismus als Wachstumsmotor. Um 2015 wird das innovative Handwerk in Europa der größte Arbeitgeber sein. Diese Branche wird zusätzlich das Wirtschaftswachstum stimulieren.